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Quo vadis, Wärmepumpe?

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Rückblick: Verunsicherung statt Investitionen

Die Debatte um den sogenannten „Heizhammer“ und die Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) hat den Wärmepumpenmarkt seit 2024 stark belastet. Politische Unklarheit und widersprüchliche Signale führten dazu, dass viele Verbraucher und Unternehmen Investitionen aufschoben. Der Absatz von Wärmepumpen sank 2024 auf rund 193.000 Geräte – ein Rückgang von fast 46 % gegenüber dem Rekordjahr 2023.

Gesetzliche Hängepartie belastet den Markt

Zwar kündigte die Bundesregierung an, das GEG durch ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz zu ersetzen, doch über Inhalt und Verbindlichkeit der Vorgaben wird weiterhin gestritten. Die Folge: mangelnde Planbarkeit für Hersteller, Handwerk und Endkunden – und eine anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen.

2025: Deutliche Erholung der Nachfrage

Seit letzem Jahr zeigt sich jedoch ein klarer Aufwärtstrend. Im ersten Halbjahr 2025 wurden rund 139.500 Wärmepumpen verkauft – ein Plus von etwa 55 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Erstmals lagen die Absatzzahlen damit über denen von Gasheizungen. Für das Gesamtjahr rechnen Branchenexperten wieder mit 260.000 bis 280.000 verkauften Geräten.

Wärmepumpen bleiben zentral für den Gebäudesektor

Unabhängig vom Namen des künftigen Gesetzes ist klar: Ohne moderne, klimafreundliche Heizsysteme – insbesondere Wärmepumpen – sind die Klimaziele im Gebäudebereich nicht erreichbar. Zudem steigen die Kosten für Öl- und Gasheizungen durch den CO₂-Preis kontinuierlich, was fossile Systeme wirtschaftlich zunehmend unattraktiv macht.

Fazit: Klarheit entscheidet über Marktdynamik

Für eine nachhaltige Markterholung braucht es vor allem klare, verlässliche und langfristige politische Rahmenbedingungen. Name und Symbolik des Gesetzes sind dabei zweitrangig – entscheidend ist, dass es keine inhaltlichen Rückschritte gibt und Investitionen wieder planbar werden.

Stefan Joenen

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